Fahrt der Jugendmitarbeiter nach Berlin (12.-15.Oktober 2006)



Wie Jugendarbeit in Soest läuft, wissen wir. Aber wie läuft sie in einer Großstadt? Und vor allem in einer, in dem nur noch ein geringer Prozentsatz der Menschen Mitglied einer Kirche ist? Das interessierte uns und so fuhren 12 Jugendmitarbeiterinnen und -mitarbeiter zusammen mit Jugendreferent Friedrich Kasten und Pastor Heiner Röger nach BERLIN.

Zugfahrt:




Sightseeing:

Spreebogen

Bundeskanzleramt

Reichstag

Brandenburger Tor

Berliner Dom

Berliner Dom

Potsdamer Platz

Holocaust-Mahnmal

Holocaust-Mahnmal

Hackesche Höfe
Im Gästehaus der Berliner Stadtmission (Unsere Unterkunft):




Unterwegs in Berlin




Nachdem am Ankunftstag erst mal Sightseeing und Shopping auf dem Programm standen, wurden am zweiten Tag zwei christliche Initiativen besucht:

Bei den "Hutten-Kids" in Moabit
Zum einen die "Hutten-Kids". In einer ziemlich armen Ecke Moabits, in der überwiegend arabische Familien wohnen, kümmert sich eine Gemeinde intensiv um die dortigen Kinder, die sonst ihre Freizeit auf der Straße verbringen würden. Eine solche Arbeit kann nur gelingen, wenn klare Regeln aufgestellt und konsequent durchgesetzt werden. Beeindruckend war, welch intensive Beziehungen entstehen - die Betreuer/-innen sind praktisch Familienersatz - und was für ein Vertrauen die ansonsten schwer zu erreichenden Familien im Laufe der Jahre zu den Mitarbeitenden aufgebaut haben.








Im "Christlichen Jugendzentrum Oranienburg"
Am Nachmittag fuhren wir nach Oranienburg zum "Christlichen Jugendzentrum Oranienburg". Hier betreibt ein Verein gleichen Namens seit der Wende offene Jugendarbeit mit einem Jugendcafe und zahlreiche soziale Projekte (Kinderhaus, Resozialisierung, Wohnprojekte et.). Beindruckend war die enge Verbindung zwischen diakonischer Arbeit und intensiver Frömmigkeit und die große Anzahl von Menschen, die mitarbeiteten! Am Nachmittag waren wir Gast im Jugendcafe und am Abend feierten wir noch einen schönen Jugendgottesdienst mit toller Musik.







In Hohenschönhausen
Stasi-Gedenkstätte
Bedrückend war die Atmosphäre im ehemaligen Stasi-Untersuchungsgefängnis in Hohenschönhausen, durch den wir am Samstagmorgen geführt wurden (von der abenteuerlichen Anfahrt erzähle ich jetzt nichts *g*).




Jugendkirche Tragwerk
Am Nachmittag waren wir - ebenfalls in Hohenschönhausen - in der Jugendkirche "Tragwerk" zu Gast. Mitten in einer Hochhaussiedlung feiern sie eher charismatisch geprägte Gottesdienste - in manchem beeindruckend, in manchem fremd. Davor gabs das "Basislager" - ein Glaubenskurs für Einsteiger. Und so preiswert wie beim Italiener um die Ecke haben wir schon lange keine Pizza mehr gegessen.




Pizzaessen




Fazit:
Uns hat imponiert:
  • die freundliche Aufnahme in allen Gemeinden: alle nahmen sich viel Zeit für uns
  • das Engagement dieser Gemeinden, die vielen Mitarbeiter, die Ideen, die Ausdauer, etwas auch gegen Widerstände durchzuziehen
  • die Verbindung von Frömmigkeit und sozialem Engagement
  • die Begeisterung und Ungezwungenheit in den Gottesdiensten
  • die Musik - die Gemeinden hatten gleich mehrere Bands!
  • dass Christen, die beten, Gemeinschaft sind und sich um andere kümmern, auffallen, ausstrahlen in die Umgebung hinein.

    Mit vielen Eindrücken gings am Sonntag wieder zurück nach Soest.




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