Bilder von den Bauarbeiten in der Paulikirche



Seit dem 24.8. ist die Paulikirche geschlossen. In ihr wird ein Kolumbarium errichtet – eine Begräbnisstätte für Urnen. Nachdem die historische Orgel und alle Kunstgegenstände eingehaust und geschützt wurden, laufen Erd-, Schreiner- und Elektroarbeiten. Acht Stelen werden errichtet, in denen insgesamt 640 Urnen Platz finden. Nach 20 Jahren werden die Urnen innerhalb der Kirche beigesetzt.

Am 19. Dezember 2009 soll die Kirche mit einem feierlichen Gottesdienst wiedereröffnet und die neue Begräbnisstätte eingeweiht werden.

Neuester Stand (29. Oktober 2009)
  • Die acht Stelen stehen mittlerweile in der Kirche. Eine Musterstele ist bereits ausgepackt und die Kammern sind mit den Steinplatten versehen worden.
  • Die Kaverne ist ausgeschachtet und vermauert.
  • Die Holzpodeste unter den Bänken sind umgebaut, abgeschliffen und neu gestrichen. Die gekürzten Bänke stehen ebenfalls wieder in der Kirche.
  • Intensiv in Planung ist derzeit die Gedenkstätte an der Südwand, an der Kerzen und Blumen abgelegt werden können


  • Grabungsbefund
    An der Stelle, wo die Kaverne für die endgültige Beisetzung der Urnen gebaut werden soll, ist ca. 1,5m tief gegraben worden. Die Ergebnisse sind nicht uninteressant:
    1. zum einen stieß man auf das große Fundament des Taufsteins, der früher an dieser Stelle stand.
    2. Freigelegt wurde dann ein alter Boden, der etwa 40 cm unter dem jetzigen Boden liegt. Auf ihm liegt eine Schotterschicht, in der auch viele gewölbte Stücke aus der Kirchendecke gefunden wurden. Ist sie einmal eingestürzt? Sind Stücke herabgefallen?
    3. Darunter stieß man überraschenderweise auf Gräber, die aus mittelalterlicher Zeit stammen. Freigelegt wurde das Skelett einer Frau und eines kleinen Kindes. Unter dem Grab befindet sich ein relativ starkes Fundament. Das Grab ist in dieses Fundament hinein angelegt worden. wobei ein Teil des Fundaments abgetragen wurde. Weil die Arbeit aber vermutlich zu mühsam war, ist man nicht wirklich tief gegangen.
    4. Dieses Fundament ist ebenfalls bemerkenswert. Es könnte ein Spannfundament zwischen den Säulen sein, könnte aber auch Außenwände einer Vorgängerkirche getragen haben, die es gab, ohne dass wir viel von ihr wissen.
    Die Skelette werden in der Kirche verbleiben und wieder zugedeckt werden. Ohnehin sollen an dieser Stelle ja Urnen beigesetzt werden. Die Kaverne wird durch eine dicke Grabplatte verschlossen.