| Entscheidung des Presbyteriums
Das Presbyterium hat sich in seiner Sitzung am 19. März 2009 für den Entwurf von Hannes Knickenberg, Soest, entschieden. Er sieht acht Stelen im hinteren Teil der Kirche vor, die um die Westsäulen des Kirchenraums herum gruppiert werden und jeweils 56-84 Urnen fassen. Anfang des Jahres waren im Rahmen eines Ideenwettbewerbs sieben Entwürfe von Künstlern und Architekten eingereicht worden. Die Jury hatte die Entwürfe von Prof. Thomas Kesseler und Hannes Knickenberg in die engere Wahl gezogen, aber das Modell von Kesseler ausgezeichnet, das die Aufbewahrung der Urnen in zwei 13m hohen "Himmelssäulen" vorsieht. Dieser Entwurf bestach durch seine ungewöhnliche Ästhetik. Allerdings sprachen liturgische Gründe dagegen, da eine Beisetzung der Urnen im Rahmen einer Trauerfeier nicht möglich ist und auch Angehörige nicht unmittelber vor dem Urnenfach ihrer Angehörigen Andacht halten können. Auch der finanzielle Aspekt spielte eine Rolle, da die Himmelssäulen teurer waren und die Kosten für eine Beisetzung erhöht hätten. Im April soll ein Modell des geplanten Kolumbariums und eine Musterstele ausgestellt werden. Landeskirchliche und denkmalsrechtliche Erlaubnisse müssen eingeholt werden. Im günstigen Fall könnte das Kolumbarium im Spätherbst 2009 eröffnet werden. |