Johannes BRAHMS
Requiem


Sonntag, 18. November 2007
17.00 Uhr
St. Petrikirche

Jutta Potthoff, Sopran
Michael Nonhoff, Bariton

Soester Stadtkantorei
Laurentius-Chor Coesfeld

Het Annkathrijnse Orkest auf Originalinstrumenten

Leitung: Ralf Blasi und
Johann-Albrecht Michael
Die Stadtkantorei plant im Jahr ihres 40-jährigen Bestehens ein besonderes Konzert: zusammen mit dem Laurentius-Chor aus Coesfeld als Partner führt sie das „Deutsche Requiem“ op. 45 von Johannes Brahms auf. Das großartige Werk ist nach Texten aus der Bibel, die Brahms selbst zusammengestellt hatte, komponiert. Er hielt sich dabei nicht an den traditionellen lateinischen Text der katholischen Liturgie. Brahms schrieb sein Requiem in den 60er Jahren des 19. Jhdts, die Uraufführung war am Karfreitag 1868 in Bremen und verhalf Brahms zu endgültiger Anerkennung und internationalem Durchbruch als Komponisten.
Da die Aufführung in Soest am 18. November ein gemeinsames Projekt zweier Chöre ist, steht das Konzert unter der Leitung beider Chorleiter: Nach dem vierten Satz übernimmt Kantor Michael den Dirigentenstab von seinem Coesfelder Kollegen Ralf Blasi.
Für den Orchesterpart konnte „Het Annkathrijnse Orkest“ gewonnen werden. 41 international erfahrene Orchestermusiker haben sich für das Projekt begeistert. Sie kommen aus aller Welt, viele kennen sich von ihrer Ausbildung an den niederländischen Renommeehochschulen für Alte Musik in Den Haag, Utrecht und Amsterdam. Sie werden den großen Chor auf historischen Instrumenten begleiten.
Brahms lebte in einer Zeit des musikalischen Umbruchs. Damals begannen viele Musiker, mit den überlieferten Instrumenten zu experimentieren und sie der Aufführungspraxis in großen Konzerträumen anzupassen. Daraus entstanden später unsere heutigen Instrumente, die in einem Wettbewerb um die strahlendste Brillanz gern immer höher gestimmt werden (teilweise schon bis auf 445 Hz für den Kammerton a).
Von der Aufführung mit historischen Instrumenten verspricht sich das Leitungsduo Blasi/Michael eine besondere Wirkung: Da die Instrumente heller und obertöniger klingen, lassen sich einzelne Linien der Partitur besser verfolgen, das Werk wird durchsichtiger und man erzielt eine bessere Balance zwischen Chor und Orchester. Zudem sorgt das Herunterschrauben der Stimmung auf 430 Hz für einen natürlicheren, entspannten Klang.
Mit dieser Auffassung befinden sich die beiden Musiker in guter Gesellschaft: Berühmte Dirigenten wie Herreweghe, Gardiner und Norrington haben „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms mit historischen Instrumenten überzeugend aufgeführt, jeder auf seine unverwechselbare Weise. Man darf gespannt sein, wie die beiden Kirchenmusiker das Werk mit ihren Chören in Soest und Coesfeld interpretieren werden.

Vorverkauf (ab 18. Oktober):
Karten zu 25 €, 18 € und 10 € bei den Buchhandlungen Dust, Grandweg und Ellinghaus, Marktstraße. Nummerierte Plätze.


Chor und Orchester werden im Chorraum hinter dem Altar stehen. Die Aufführung dauert etwa eine gute Stunde.